„Es ist weniger schwierig, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben.“

-Teilhard de Chardin

Wenn ich mich mit anderen Endzwanzigern unterhalte, muss ich bei dem Thema ‚Erwartungen’ immer schmunzeln, denn gerade meine Generation (Y) hat wirklich unmöglich hohe Standards und Erwartungen. Eine Vorstellung und Fantasie von dem eigenen Leben ist gut, solange du sie locker und leicht nimmst und nicht einem perfekten Fantasiebild nachjagst. Eins habe ich die letzten Monate gelernt: Mach dich locker und gebe dein Bestes, das ist mehr als genug.

Lasse dich von der Fantasie immer wieder neu beflügeln und verzaubern. Doch begebe dich auch wieder auf den Boden der Realität zurück und betrachte von hier, wieviel Realität steckt in der Fantasie? Denn wir stecken die Erwartungen immer höher. An Andere, das Zusammensein und an uns selbst.

Keine Lust mehr zu Suchen, denn eigentlich wollen wir nur ankommen, aber sofort. Ohne den anstrengenden Weg dazwischen. Veränderungen sind irgendwie schon ok, denn Stillstand ist langweilig. Aber die ganze Arbeit die hinter einem Veränderungsprozess steht ist weniger attraktiv. Lieber direkt einmal alles neu ohne viel Arbeit. Ist was kaputt, wird’s neu gekauft.

Alles soll ‚easy‘ und voll im ‚flow‘ laufen. Hürden sind nur ein Zeichen dafür, den Weg besser nicht zu wählen und stattdessen auf den nächsten Flow zu warten. Der natürlich von selbst bei einem auf der Couch vorbeikommen soll, während wir passiv darauf warten.
Aufwachen: Bye bye Traum und hallo Realität.

Dieser selbst geschaffene Stress muss nicht sein, es ist ganz alleine deine Entscheidung. Zu verstehen, dass du die Verantwortung für dein Leben trägst und was du daraus macht, ist einer der Grundbausteine um ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Also hoch von der Couch und rein ins Leben. Es ist deins, es ist kostbar und alleine deine Entscheidung wie du die Segel setzt.